E.ON Energie – Firmenprofil
Der E.ON-Konzern entstand am 16. Juni 2000 aus einer Fusion der Viag AG und der Veba AG und war damit das drittgrößte Industrieunternehmen Deutschlands zur damaligen Zeit . Beide Vorgängerunternehmen reichen historisch weiter zurück: Die Entstehung des Energiekonzerns E.ON ist zudem auf die 1923 gegründete Aktiengesellschaft VIAG zurückzuführen, die ebenfalls ein staatliches Unternehmen war . Nach der Fusion konzentrierte sich der neue Konzern zunächst auf mehrere Branchen, bevor 2001 beschlossen wurde, einen reinen Energiekonzern mit Fokus auf Gas, Wasser und Strom zu führen, woraufhin alle anderen Unternehmenssektoren verkauft wurden . Ein bedeutender Meilenstein der jüngeren Konzerngeschichte war die Übernahme von Innogy im Jahr 2019, wodurch E.ON seine Position auf dem europäischen Energiemarkt stärkte und rund 36.500 Mitarbeitende hinzugewann .
Konzernstruktur und Größe
Die E.ON SE hat ihren Sitz in Essen . Für den deutschen Privatkundenvertrieb ist die E.ON Energie Deutschland GmbH (EDG) mit Sitz in München zuständig, eine 100-prozentige Tochter der E.ON SE und Dachgesellschaft des E.ON Vertriebs in Deutschland . Diese Struktur entstand 2013 und 2014 infolge der Umstrukturierung des deutschen E.ON-Vertriebsgeschäfts, als unter anderem das Geschäft der E.ON Vertrieb Deutschland GmbH sowie mehrerer regionaler E.ON-Vertriebsgesellschaften auf die neue Gesellschaft übertragen wurde . Innerhalb der Vertriebsgesellschaft sind etwa 6.000 Mitarbeitende damit befasst, Kundinnen und Kunden mit Strom, Erdgas und Heizstrom zu versorgen . Zur Unternehmensgruppe zählen zudem weitere Marken und Gesellschaften; die Konzernstruktur umfasst mehrere spezialisierte Betriebsgesellschaften – darunter die E.ON Energie Dialog GmbH, die E WIE EINFACH GmbH und die eprimo GmbH – sowie weitere lokal verankerte Energieversorgungsunternehmen . Auf Konzernebene beschäftigte E.ON zuletzt weltweit rund 76.500 Mitarbeitende, davon rund 42.300 Mitarbeitende in Deutschland im Jahr 2024, was einem Anteil von etwa 53,5 Prozent an der Gesamtbelegschaft entspricht .
Geschäftsfelder
Der E.ON-Konzern ist in den Bereichen Energieinfrastrukturlösungen, Energienetze sowie im Energiehandel tätig . In vielen deutschen Regionen tritt die E.ON Energie Deutschland GmbH zudem als Grundversorger auf . Als Kernbestandteil der Unternehmensstrategie gelten Klimaschutz und die Gestaltung der Energiewende: E.ON hat sich zum Ziel gesetzt, die direkt beeinflussbaren Emissionen bis 2040 um mindestens 90 Prozent zu senken, und investiert systematisch in regenerative Energiequellen sowie Lösungen für dezentralisierte Energiestrukturen .
Produkte und Ökostrom
Im Privatkundengeschäft bietet E.ON Strom- und Gastarife mit unterschiedlichen Vertragslaufzeiten und Preisgarantien an, darunter Ökostromprodukte auf Basis erneuerbarer Energien. Beim Strommix für Ökostromkunden gab der Anbieter an, dass die Ökostrom-Kunden im Jahr 2023 von E.ON Deutschland mit Strom aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien beliefert wurden, davon 49,1 Prozent aus nach dem EEG geförderten Erneuerbaren Energien und 50,9 Prozent aus Erneuerbaren Energien mit Herkunftsnachweisen .
Marktstellung
E.ON zählt zu den größten Energieversorgern in Deutschland und Europa. Mit einem breiten Netz an regionalen und überregionalen Vertriebsgesellschaften sowie eigenen Netzsparten deckt der Konzern sowohl die Grundversorgung als auch Sondertarife für Privat- und Geschäftskunden ab. Neben klassischen Strom- und Gastarifen umfasst das Angebot auch Produkte im Bereich Elektromobilität und digitale Energiedienstleistungen.
