Green Planet Energy
Green Planet Energy wurde am 27. Oktober 1999 von der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegründet, damals unter dem Namen Greenpeace Energy eG . Anlass war die Liberalisierung des Strommarktes, in deren Zuge Greenpeace mit der „Aktion Stromwechsel“ Verbraucher:innen für einen Wechsel zu Ökostrom mobilisierte, um dem Argument entgegenzutreten, für Strom aus erneuerbaren Energien gebe es keinen Markt . Im Januar 2000 startete das Unternehmen mit den ersten 186 Kund:innen . Im September 2021 erfolgte die Umbenennung in Green Planet Energy eG, um die Profile von Greenpeace e. V. und der Energiegenossenschaft klarer voneinander abzugrenzen .
Organisation und Größe
Green Planet Energy ist als Genossenschaft organisiert und rechtlich sowie finanziell unabhängig von Greenpeace e. V. Greenpeace hält als Gründungsmitglied lediglich einen symbolischen Genossenschaftsanteil, darüber hinaus bestehen keine wirtschaftlichen oder finanziellen Verflechtungen . Der Sitz des Unternehmens liegt in Hamburg. Green Planet Energy versorgt rund 200.000 Haushalte und Geschäftskund:innen mit Ökostrom- und Gasprodukten . Die Genossenschaft zählt rund 42.000 Mitglieder und beschäftigt knapp 270 Mitarbeitende .
Geschäftsfelder und Tochtergesellschaften
Über die hundertprozentige Tochtergesellschaft Green Planet Projects sowie deren Projekt- und Betreibergesellschaften projektiert, baut und betreibt Green Planet Energy Kraftwerke, die über Bürgerbeteiligungen sowie institutionelle Investoren finanziert werden . Diese Tochterfirma ist unter anderem für den Bau von Wind- und Solarparks sowie von Elektrolyseuren zur Herstellung von grünem Wasserstoff verantwortlich und zielt auch auf den Ersatz älterer Windturbinen durch leistungsstärkere Neuanlagen . Die weitere Tochterfirma Green Planet Solutions setzt sich für dezentrale Lösungen in der Energiewende ein .
Produkte und Tarifschwerpunkte
Der Ökostrom von Green Planet Energy stammt ausschließlich aus Wasserkraftwerken und Windenergieanlagen in Deutschland und Österreich und muss den strengen Greenpeace-Kriterien für sauberen Strom entsprechen. Im Portfolio finden sich unter anderem Stromtarife wie „Echter Ökostrom 12“ und „Echter Ökostrom 24“ mit unterschiedlichen Mindestvertragslaufzeiten und Preisgarantien sowie dem Zusatzbaustein „Öko KlimaPlus“. Bei modernen und intelligenten Messsystemen können Zusatzkosten anfallen.
Im Gasbereich bietet der Anbieter die Tarife „proWindgas“ und „proWindgas plus“ an, die einen Bio- und Windgas-Anteil enthalten und mit kurzen Mindestvertragslaufzeiten und Preisgarantien von einem Monat verbunden sind. Mit dem Gasangebot verfolgt die Genossenschaft das Ziel, Kund:innen mit Gasheizung ein Angebot zu machen, um bis 2027 vollständig aus Erdgas auszusteigen .
Besonderheiten
Als genossenschaftlich organisierter Versorger unterscheidet sich Green Planet Energy von klassischen Konzernstrukturen: das Unternehmen arbeitet nicht profitorientiert, sondern setzt auf eine dezentrale Energiewende und ist durch die Einlagen der Genossenschaftsmitglieder finanziell unabhängig von Großkonzernen . Als einziger Stromversorger hält Green Planet Energy die strengen Greenpeace-Kriterien ein, was durch das unabhängige Unternehmen Omnicert geprüft wird . Weitere Prüfungen erfolgen unter anderem durch TÜV Nord. Weitere Informationen sind auf der Website des Anbieters unter green-planet-energy.de verfügbar.
