Stadtwerk am See – Regionaler Energieversorger am Bodensee
Die Stadtwerk am See GmbH & Co. KG (SWSee) wurde zum 1. Oktober 2012 von den Stadtwerken Überlingen (Swü) und den Technischen Werken Friedrichshafen (TWF) gegründet. Ziel der Fusion war es, durch die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen Synergien zu erzielen, den Kundenservice zu verbessern sowie den wettbewerblichen und gesetzlichen Anforderungen des Energiemarktes besser zu begegnen, wobei die Initiative von den damaligen Oberbürgermeistern von Überlingen und Friedrichshafen bereits im Frühjahr 2011 ausging. Die Wurzeln der beteiligten Unternehmen reichen deutlich weiter zurück: 1892 war Friedrichshafen die erste Stadt am Bodensee mit elektrischem Strom, 1899 wurde in Überlingen das städtische Elektrizitätswerk gegründet.
Sitz und Unternehmensgröße
Sitz der Gesellschaft ist Überlingen, der Verwaltungssitz befindet sich in Friedrichshafen. Das Unternehmen ist mit rund 90.000 Kunden der größte Energieversorger im Bodenseekreis. Nach aktuelleren Angaben beschäftigt das Unternehmen mit seinen 380 Mitarbeitern über 100.000 Kunden mit Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser. Das Kundenzentrum betreibt drei Kundenzentren mit Ansprechpartnern vor Ort für Bürger und Kommunen im Bodenseekreis und darüber hinaus.
Geschäftsfelder und Netzbetrieb
Das Stadtwerk am See betreibt in 12 Städten und Gemeinden Energie- und Wassernetze und beliefert darüber hinaus bundesweit Kunden mit Strom und Gas. Neben der klassischen Energieversorgung engagiert sich das Unternehmen auch in weiteren Bereichen: Es kümmert sich um nachhaltige Energie, Nahwärme und Mobilität. Über die Tochtergesellschaft TeleData ist das Unternehmen zudem im Bereich Telekommunikation aktiv – sie sorgt für schnelles Internet in der Region.
Produkte und Tarifarten
Im Bereich Erdgas bietet das Unternehmen unterschiedliche Tarifmodelle an, die sich in Preisgestaltung und Ökoanteil unterscheiden. Dazu zählen konventionelle sowie klimafreundlichere Varianten: Für preissensible Kunden bietet sich ein konventioneller Gastarif an, während Tarife mit Biogasanteil sich eher für Hausbesitzer und Sanierer eignen. Je nach Gastarif bindet sich der Kunde für mindestens 12 oder 24 Monate an den Versorger, wobei eine Kündigung erstmals zum Ende der Erstlaufzeit mit vierwöchiger Frist möglich ist; andernfalls verlängert sich der Vertrag meist automatisch um zwölf Monate.
Eine Sonderstellung nimmt die gesetzlich geregelte Grundversorgung ein: Hier gibt es keine Mindestvertragslaufzeit, und es gilt eine zweiwöchige Kündigungsfrist. Ergänzend dazu besteht die sogenannte Ersatzversorgung, die als kurzfristige Übergangslösung dient: Sie ist vom Gesetzgeber als kurzfristige Auffangbelieferung angelegt und in § 3 StromGVV bzw. GasGVV sowie § 38 EnWG geregelt. Da die Ersatzversorgung auf maximal drei Monate befristet ist, sollten Kunden in dieser Zeit einen neuen Energieliefervertrag abschließen; sie ist jedoch täglich kündbar, sodass ein schneller Wechsel in den Wunschtarif möglich ist.
Nachhaltigkeit und Auszeichnungen
Das Unternehmen positioniert sich mit Fokus auf ökologische Angebote: Zum Portfolio zählen Ökostrom, Ökogas, Ökowärme, eMobilität und Smart-Home-Lösungen. Für sein Engagement wurde das Stadtwerk mehrfach ausgezeichnet: Das unabhängige „Energieverbraucherportal“ verlieh die höchste Bewertung als „Top-Lokalversorger“, wobei insbesondere Kundenservice, Klimaschutz, regionales Engagement und Energiezukunft positiv bewertet wurden. Zudem erhielt das Unternehmen für seine Aktivitäten zum Schutz von Klima und Umwelt das Umweltzertifikat EMAS, mit dem es sich zu hohen Umwelt-Standards verpflichtet.
Weitere Informationen sowie aktuelle Tarifdetails sind auf der offiziellen Website unter stadtwerk-am-see.de verfügbar.
