Süwag – Regionaler Energieversorger mit Sitz in Frankfurt am Main
Das Unternehmen entstand im Juni 2001 durch den Zusammenschluss der Kraftwerk Altwürttemberg AG (KAWAG), des Überlandwerks Achern, der Kraftversorgung Rhein-Wied AG, des Elektrizitätswerks Bad Homburg, der Rheingau Elektrizitätswerke GmbH und Main-Kraftwerke AG (MKW). Einige der Vorgängergesellschaften blicken auf eine deutlich längere Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen entstand 2001 aus einer Fusion von mehreren regionalen Energieversorgern in Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern, die teilweise eine über 100 Jahre lange Geschichte haben. Die Süwag Energie AG ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen, das sich im mehrheitlichen Besitz von E.ON befindet, mit Unternehmenssitz in Frankfurt am Main.
Eigentümerstruktur und Konzernzugehörigkeit
Mit der Umstrukturierung von RWE und der Gründung von Innogy 2016 wurden die Beteiligungen an der Süwag von RWE an Innogy übertragen, seitdem hielt Innogy 77,6 Prozent der Anteile; mit der vollständigen Übernahme von Innogy durch E.ON im Juni 2020 gingen diese Anteile über. Neben dem Mehrheitseigentümer E.ON ist die kommunale Beteiligung ein prägendes Merkmal: Zusätzlich halten 27 Städte, Gemeinden und Zweckverbände an Rhein, Main, Lahn und Neckar Anteile am Unternehmen; die Süwag ist der Vertrieb, die Syna der Netzbetreiber. Nach früheren Angaben hielten kommunale Anteilseigner rund 22 Prozent der Anteile an der Süwag Energie AG, während das Unternehmen mehrheitlich zur Eon-Beteiligungsholding gehört.
Reichweite und Unternehmensgröße
Das knapp 5200 Quadratkilometer umfassende Versorgungsgebiet verteilt sich auf Regionen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und angrenzend Nordrhein-Westfalen. Zur Unternehmensgruppe gehören mehrere Tochtergesellschaften: Die Süwag Energie AG ist die Muttergesellschaft der drei hundertprozentigen Tochtergesellschaften Süwag Vertrieb AG & Co. KG, Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG und Syna GmbH, die gemeinsam die Süwag-Gruppe bilden. Die Netztochter nimmt dabei eine bedeutende Stellung ein: Die Netztochter Syna ist der größte Flächennetzbetreiber Hessens. In ihrem Netzgebiet fungiert Süwag vielerorts als Grundversorger.
Zur Beschäftigtenzahl liegen unterschiedliche, im Zeitverlauf variierende Angaben vor: Anlässlich des 20-jährigen Bestehens im Jahr 2021 wurde von rund 1.800 Beschäftigten berichtet, die zudem rund 100 Auszubildende ausbilden , während in Interviewangaben von 2021 ein Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro und rund 1.700 Mitarbeiter der Gruppe genannt wurden. Die Kundenbasis wurde mit etwa 800.000 Privatkunden und rund 40.000 Geschäftskunden beziffert. Für das Geschäftsjahr 2022 wies die Gruppe einen Bilanzgewinn von 52,8 Mio. Euro bei Umsatzerlösen von 2,1 Mrd. Euro (2021: 1,9 Mrd. Euro) aus.
Geschäftsfelder und Produkte
Süwag deckt ein breites Spektrum an Energiedienstleistungen ab. Als regional tätiges Energiedienstleistungsunternehmen liegen die Tätigkeitsfelder der Firmengruppe in der Strom- und Erdgasversorgung, in der Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie in energienahen Dienstleistungen. Ergänzend bietet das Unternehmen Glasfaser und Ladelösungen für Elektromobilität an. Unter der Marke Süwag2GO betreibt das Unternehmen zudem in mehreren deutschen Städten ein E-Roller-Sharing-Angebot.
Strategie und Nachhaltigkeit
Süwag positioniert sich strategisch mit dem Leitbild "grüner, kommunaler, digitaler": "Grüner, kommunaler und digitaler" lautet die Strategie der Süwag, um die Energieversorgung der Zukunft zu gestalten, dazu gehören grüne Netze, grüne Produkte und grüne Erzeugung. Im Bereich der eigenen Erzeugung verfügt das Unternehmen über eine langjährig gewachsene Wasserkraft-Infrastruktur: Zur Süwag-Gruppe gehören auch Netze und Kraftwerke, darunter 16 Wasserkraftwerke, die teilweise 120 Jahre alt sind. Darüber hinaus betreibt Süwag eigene Anlagen für Ökostrom wie Wasserkraftwerke, Windparks, Photovoltaikanlagen und Biogas und setzt bei der Wärmewende auf innovative Konzepte: bei der Umsetzung der Wärmewende setzt das Unternehmen unter anderem auf erdgasfreie Energieversorgungslösungen wie das Süwag-QuartierKraftwerk 2.0, wovon bisher zwei Quartierlösungen in Kriftel und Idstein projektiert wurden.
Im Kontext der auf tarife.biz geführten Süwag-Tarife – darunter Strom- und Gasprodukte mit Preisgarantien sowie ein Biogas-Tarif – spiegelt sich diese Doppelstrategie aus konventioneller Grundversorgung und ökologisch ausgerichteten Zusatzangeboten wider, die für regionale Energieversorger mit kommunaler Beteiligung typisch ist.
